EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Finnentrop von der Gleisseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten Bahnstation Finnentrop Bahnstation Finnentrop

Bau und Streckeneröffnung

Am 17. April 1857 begannen die Bauarbeiten an der Ruhr-Sieg- Strecke. Am 6. August 1861 eröffnete die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft (BME) den Streckenabschnitt der Ruhr-Sieg-Strecke zwischen Altena (Westf) und Siegen. Die Eröffnung der zunächst eingleisigen 106 Kilometer langen Gesamtstrecke war am 6. August 1861.

Das Empfangsgebäude Finnentrop

Das Empfangsgebäude Finnentrop 1860 waren die Bauten für die Betriebsstelle bereits fertiggestellt worden. Der Stationsname stammt vom nahe gelegenen „Gut Finnentrop“. 1870 entstand das erste Empfangsgebäude, dass 1898 durch einen Neubau abgelöst wurde. Das alte Stationsgebäude diente noch bis 1937 als Wohngebäude für Eisenbahnerfamilien. Der Bahnhof erhielt eine Lokstation.

Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen

1872 wurde das zweite Streckengleis verlegt und die Gleisanlage für die Strecke nach Olpe erweitert. Am 1. April 1874 eröffnete die 8,41 Kilometer lange Verbindung nach Attendorn. Dafür erhielt der Bahnhof einen vierständigen Ringlokschuppen mit Drehscheibe und Wasserturm.

Das zweite Empfangsgebäude

Durch das gestiegene Verkehrsaufkommen musste 1898 die Gleisanlage erweitert und ein größeres Empfangsgebäude errichtet werden. Das dreiteilige, verschieferte Holzgebäude bestand aus einem einstöckigen, traufenständigen Mittelbau mit Satteldach und Dachgauben, das von jeweils einem zweistöckigen Kopfbau mit Walmdach flankiert wurde. Am nördlichen Kopfbau gab es einen Vorbau mit integriertem Treppenhaus zum Obergeschoss. Im Gebäude gab es Diensträume, eine Schalterhalle mit Fahrkarten-, Express- und Gepäckschalter sowie Zugänge zu den Wartesälen und zur Bahnhofsgaststätte. Im Obergeschoss waren Wohnungen entstanden. Der Hausbahnsteig erhielt eine Überdachung und einen Treppenabgang zu den überdachten Mittelbahnsteigen. Eine Güterhalle mit Güterabfertigung befand sich nördlich in Verlängerung der Gebäudeflucht. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse I.

Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen

1901 wurde die alte Lokstation zum Bahnbetriebswerk ausgebaut. Die 35,54 Kilometer lange Strecke nach Wennemen wurde am 16. Januar 1911 dem Verkehr übergeben. 1913 erhielt der Rangierbahnhof das Stellwerk [Fr]. 1914 entstand im Bahnbetriebswerk eine Wagenausbesserungshalle. 1921 installierte man eine 20-Meter-Drehscheibe im Bahnbetriebswerk. 1924 entstand im Südkopf am Bahnübergang das Stellwerksgebäude [Fs] 1928 wurde das Reiterstellwerk [Ff] errichtet. 1937 entstanden drei weitere Stellwerksgebäude. 1982 legte die Deutsche Bundesbahn (DB) das Bahnbetriebswerk still. Die Strecke nach Wennemen wurde 1996 stillgelegt. 2002 stellte die Deutsche Bahn AG den Fahrkartenverkauf ein. 2004 übernahm die Stadt das Gebäude. Das alte Empfangsgebäude wurde im Winter 2007 komplett abgerissen, der Bahnhofsvorplatz umgestaltet und die alte Bahnmeisterei saniert.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Das Reiterstellwerk steht unter Denkmalschutz und konnte nicht abgerissen werden. Das neue Empfangsgebäude ist eine Fiktion und hat keinen Bezug zu einem Vorgängergebäude.
Luftaufnahme
Bahnhof 1921
Bilder Finnentrop
Die Eisenbahn “kam” am 16 August 1861 nach Finnentrop. Also 26 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Finnentrop hatte zu diesem Zeitpunkt wenig Einwohner (Ende 2019 waren es 16.955 Einwohner).
Bahnhof 1921 Hagen - Haiger Hagen Hbf Haiger Finnentrop - Olpe Finnentrop Olpe G leistrasse G mehr zum Thema hier Planung und Konzession